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KORKMAZ und HOFFER wieder vereint !

20.06.2011

Interview Jimmy HOFFER

Artikel laola1.at

19.06.2011, 21:30 Uhr
"Die Entscheidung ist mir leicht gefallen"

Erwin "Jimmy" Hoffer will mit Frankfurt neu durchstarten (Fotos © k1326.com)
Wien – Neuer Klub, neues Glück.
Nach Rapid, Napoli und Kaiserslautern ist Erwin „Jimmy“ Hoffer binnen dreier Jahre beim vierten Verein.
Sein neuer Arbeitgeber heißt Eintracht Frankfurt und ist Bundesliga-Absteiger in Deutschland.
Die Verträge werden noch unterschrieben, die Vereinbarung über einen Leihvertrag (plus Option) zwischen dem Zweitligisten und Hoffers Stammklub Napoli steht schon. (Hier geht's zur Story)
Der 24-jährige Stürmer hat bereits am Sonntag mit den Deutschen im Salzburger Leogang trainiert, unter anderem auch mit einem gewissen Ümit Korkmaz.
Hoffen auf Korkmaz' Assists
Mit seinem Landsmann sorgte der bodenständige Angler schon für Furore, 2008 wurden die ÖFB-Teamspieler bei Rapid Meister. Vier Jahre später soll das mit der Eintracht wieder gelingen.
„Er hat mir einige Tore bei Rapid aufgelegt und ich hoffe, dass er das nun wieder macht“, erzählt der „Panzertyp“ (Zitat Korkmaz), der für Kaiserslautern 2009/10 eine Etage höher fünf Mal traf.
Warum der Leihvertrag bei den „Roten Teufeln“ nicht verlängert wurde, was er zu seinem neuen Klub sagt und was er von einer Wiedervereinigung von „MaierHoffer“ halten würde – diese Fragen klärt das folgende LAOLA1-Interview.

LAOLA1: Wie fühlt es sich an, Frankfurter zu sein?

Erwin Hoffer: Ich freue mich natürlich sehr, dass ich jetzt hier bin. Die Eintracht ist ein sehr großer Klub. Ich will die Chance nützen, viele Tore schießen und dem Verein zum Wiederaufstieg verhelfen.

LAOLA1: Warum hast du dich für die Eintracht entschieden?
 
Hoffer: Die Eintracht hat sich sehr um mich bemüht. Das ist gut für einen Spieler, wenn Verein und Trainer einen wollen. Vor allem wenn das klipp und klar gesagt wird. Deswegen ist mir die Entscheidung auch leicht gefallen.

LAOLA1: Ist es aber nicht ein Rückschritt für dich?

Hoffer: Nein, das denke ich überhaupt nicht. Wie gesagt ist Frankfurt ein sehr großer Klub in Deutschland. Auch wenn er jetzt in der zweiten Bundesliga spielt, wird er das immer bleiben. 
 
 LAOLA1: Wie war der erste Kontakt mit Trainer und Mannschaft?

Hoffer: Ich bin am Sonntag dazu gestoßen, habe ein erstes Lauftraining absolviert und auch mit Trainer Armin Veh einiges gesprochen. Er freut sich, dass ich jetzt hier bin. In den nächsten Tagen werden sicher noch weitere Gespräche folgen. Beim Lauftraining waren nicht alle Spieler dabei, weil auch ein Testspiel (Senica-Frankfurt 2:1, ohne Korkmaz, Anm.) am Programm stand. Aber ich bin sehr gut aufgenommen worden.

LAOLA1: Auf der Vereins-Homepage wurde deine Ankunft sogar als Top-Ereignis beschrieben.

Hoffer: Das ehrt mich natürlich. Ich habe das noch gar nicht gelesen. Aber es unterstreicht eben auch, dass mich der Klub wirklich haben wollte.

LAOLA1: Im selben Bericht hat dich Ümit Korkmaz als „Panzertyp“ beschrieben. Was meint er damit?

Hoffer: Das haben sie bei Rapid immer zu mir gesagt und „Korki“ heute bei unserem Aufeinandertreffen auch. Es meint einfach, dass ich nicht aufgebe und wenn mich wer umhaut, dass ich wieder aufstehe. Ich probiere es immer und immer wieder und wenn ich ein Tor erzielen will, dann laufe ich auch durch die Wand, wenn es sein muss.

LAOLA1: Wie sehr hat es deine Entscheidung beeinflusst, dass Korkmaz bei Frankfurt spielt?

Hoffer: So eine Entscheidung muss man immer für sich selbst treffen und nicht weil ein Spieler, den man kennt, dort spielt. Ich freue mich aber natürlich sehr, dass er hier ist und ich mit ihm spielen kann. Er hat mir einige Tore bei Rapid aufgelegt und ich hoffe, dass er das nun wieder macht.

LAOLA1: Gerüchte um eine Frankfurter Verpflichtung von Stefan Maierhofer kursierten auch. Wäre das was, wenn der 50-Tore-Sturm aus Hütteldorf bei der Eintracht wiedervereint werden würde?

Hoffer: Sicher. Ich verstehe mich mit ihm auf dem Platz und abseits sehr gut. Wir haben zusammen 50 Tore gemacht, das macht man nicht jeden Tag. Ich würde mich freuen, wenn er kommt, aber das entscheide natürlich nicht ich.

LAOLA1: Was sagst du zur aktuellen Konkurrenz, vor allem zu Theofanis Gekas und Martin Fenin?

Hoffer: Mit ihnen habe ich noch nicht wirklich trainiert. Ich muss einfach schauen, dass ich meine Leistung bringe und dann werden wir sehen.

LAOLA1: Veh sympathisiert mit einem 4-3-3-System. Wie sehr sympathisierst du damit?

Hoffer: Es ist natürlich sehr offensiv und je offensiver gespielt wird umso besser für mich. Der Verein will einfach wieder in die Bundesliga, das ist das Ziel. Ob jetzt mit zwei oder drei Stürmern gespielt wird, gilt es abzuwarten. Ich will natürlich spielen und mich durchsetzen, dafür werde ich alles geben.

LAOLA1: Warum hat es mit einer weiteren Zusammenarbeit in Kaiserslautern nicht geklappt?

Hoffer: Das ist schwer zu sagen. Sie haben jetzt wieder einige Stürmer geholt, aber mit mir nicht wirklich gesprochen. Ich konnte aber nicht auf irgendetwas warten und musste mich entscheiden. Das habe ich getan, für Frankfurt.

LAOLA1: Wie würdest du dein Jahr in Kaiserslautern resümieren?

Hoffer: Ich habe sehr viele Chancen bekommen, meine Tore gemacht und meine Leistung gebracht. Es war schon besser als in Italien, aber ich will jetzt noch eine Schaufel drauflegen, zu meiner alten Form zurückfinden und wieder sehr gefährlich werden.

LAOLA1: Es ist dein dritter Wechsel binnen dreier Jahre. Ist ein längerfristiger Verbleib dein Ziel?

Hoffer: Ich würde mich freuen, wenn ich länger hier sein dürfte. Das ist auch mein Ziel. Ich will mit Toren helfen, daran werde ich gemessen und dafür werde ich ab jetzt alles tun.


Das Gespräch führte Bernhard Kastler
Quelle: LAOLA1.at